Manuelle Medizin

Der Begriff manuelle Medizin, früher als Chirotherapie bezeichnet, leitet sich aus dem lateinischen Wort Manus bzw. dem altgriechischen Wort Chiros für Hand ab.

Die manuelle Medizin stellt ein Fachgebiet der klassischen Schulmedizin dar, sie beruht auf wissenschaftlichen – anatomischen, physiologischen und neurologischen – Grundlagen.

Eine exakte händische Untersuchung entsprechend geschulter und geübter Ärzte macht es dabei möglich, Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat funktionellen Störungen zuzuordnen und diese Störungen in erster Linie wiederum mit den Händen zu behandeln.

Die manuelle Untersuchung ermöglicht es, Schmerzursachen an einzelnen gestörten Bewegungssegmenten oder funktionell veränderten Gelenken zu erkennen.

Da diese Gelenke primär in ihrer Funktion gestört, häufig aber in Form und Zusammensetzung intakt sind, kann sich die Diagnose oft nicht auf pathologische bildgebende Befunde (Röntgen, CT, MRI) oder Laborparameter (Blutwerte etc.) stützen sondern ausschließlich auf die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl des Arztes.

Die manuelle Behandlung hat das Ziel, die normale Beweglichkeit dieser Gelenke wiederherzustellen und den Schmerz ursächlich zu bekämpfen.


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